{"id":15,"date":"2012-09-19T09:36:27","date_gmt":"2012-09-19T08:36:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.honighebel.de\/?page_id=15"},"modified":"2012-12-30T19:18:26","modified_gmt":"2012-12-30T18:18:26","slug":"info","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.honighebel.de\/?page_id=15","title":{"rendered":"Wie dieser Blog entstand &#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Vor kurzem sa\u00df ich mit einem befreundeten Kollegen zusammen: \u201eIch zippele in der letzten Zeit immer weniger an dem Diabetes meiner Patienten herum\u201c, erz\u00e4hlte ich ihm. Er atmete aus. Wir waren beide erleichtert. Denn im heute noch verbreiteten, hierarchisch orientierten Arztbild der letzten 100 Jahre stehen einzig medizinische Ma\u00dfnahmen im Vordergrund. Das Beziehungsgeschehen blieb im Hintergrund und unbeleuchtet.<\/p>\n<p>Wir hingegen waren uns darin einig, dass genau dieses Geschehen zwischen Arzt und Patient beachtet werden muss um es, zusammen mit den medizinischen Fakten, f\u00fcr die Behandlung unserer Patienten nutzbringend einzusetzen.<\/p>\n<p>Vor gut 50 Jahren hat Michael Balint seine Erkenntnisse \u00fcber die unbewussten Interaktionen zwischen Arzt und Patient ver\u00f6ffentlicht. Jene Erkenntnisse sind im Verlauf zum Allgemeingut geworden und haben Einzug in viele Bereiche der Medizin gefunden.<\/p>\n<p>Nach etlichen Jahren der T\u00e4tigkeit als Arzt stelle auch ich fest, dass die unsprachliche Interaktion in fast jeder Konsultation eine entscheidende Rolle spielt. Die medizinische Behandlung ist in meiner t\u00e4glichen Arbeit wesentlich erfolgreicher, wenn es mir zugleich gelingt, eine Verbindung zu meinen Patienten aufzubauen, die mir einen Zugang zu ihrer Vorstellungswelt gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Die Ber\u00fccksichtigung des hierbei entstehenden Prozesses im Beziehungsgeschehen erm\u00f6glicht es, das mitunter r\u00e4tselhafte Verhalten der Patienten besser zu verstehen und in eine erfolgreiche Behandlung umzusetzen.<\/p>\n<p>In den 1990er Jahren entwickelte der Psychologe Axel Hirsch in der Deutschen Diabetologie das Modell des Empowerment f\u00fcr die Beratung von Menschen mit einem Diabetes mellitus. Dies Modell zeigt Wege auf Patienten so zu beraten, dass sie ihre autonomen Entscheidungen mit Hilfe der vom Berater zur Verf\u00fcgung gestellten richtigen und \u00fcberpr\u00fcften Informationen treffen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Diese fortschrittliche Arbeitsweise ger\u00e4t aber zunehmend in Vergessenheit und st\u00f6\u00dft bei einigen Patienten an geheimnisvolle Grenzen.<\/p>\n<p>Ich stelle in diesem Blog Fallbeispiele aus meiner Praxis vor, bei denen die unbewussten Interaktionen eine entscheidende Rolle f\u00fcr den Behandlungsverlauf gespielt haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"margin-right: 10px;\" src=\"http:\/\/www.honighebel.de\/wp-content\/themes\/Essence\/essence\/images\/pfeil.png\" alt=\"Pfeil\" \/><a title=\"\u00dcber den Autor\" href=\"http:\/\/www.honighebel.de\/?page_id=73\">\u00dcber den Autor<\/a><br \/>\n<img decoding=\"async\" style=\"margin-right: 10px;\" src=\"http:\/\/www.honighebel.de\/wp-content\/themes\/Essence\/essence\/images\/pfeil.png\" alt=\"Pfeil\" \/><a title=\"Publikationen\" href=\"http:\/\/honighebel.de\/?page_id=2\">Zu den Publikationen<\/a><\/p>\n<p><a style=\"font-size: 18px;\" title=\"E-Mail senden\" href=\"mailto:info@honighebel.de\">info@honighebel.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor kurzem sa\u00df ich mit einem befreundeten Kollegen zusammen: \u201eIch zippele in der letzten Zeit immer weniger an dem Diabetes meiner Patienten herum\u201c, erz\u00e4hlte ich ihm. 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